AIHD begrüßt die Absage des Empfangs für das Corps Suevia im Heidelberger Rathaus
Weitere Proteste angekündigt
 

Die Antifaschistische Initiative Heidelberg begrüßt die Entscheidung der Stadtverwaltung, den umstrittenen Empfang des Oberbürgermeisters für sein Corps Suevia abzusagen. Kritik wurde im Vorfeld an der Tatsache geübt, dass Würzner versuchte, seine Position als Oberbürgermeister zu missbrauchen, um zweifelhaften Organisationen, denen er selbst verbunden ist, den Anstrich eines honorigen Traditionsvereins zu geben. Das Corps Suevia steht als Corps für die reaktionären, elitären und frauenfeindlichen Traditionen der studentischen Korporationen.

Die Absage mit der „Angst vor Ausschreitungen bundesweit mobilisierender Gruppen“ zu begründen, ist lächerlich. Die AIHD hatte vor wenigen Tagen zu den Protesten aufgerufen. Wahrscheinlicher ist, dass den Alten Herren des Corps Suevia, darunter Universitätsrektor Eitel und OB Würzner, die kritische Kommentierung ihrer Umtriebe unangenehm war.

Die morgige Kundgebung der AIHD um 14.30 Uhr vor dem Rathaus wird dennoch stattfinden. Wir rufen dazu auf, auch den weiteren Verlauf des Stiftungsfestes mit Protesten zu begleiten. Die Tatsache, dass Rektor Eitel die Festansprache auf dem Haus der Suevia hält und damit die wissenschaftliche und persönliche Sozialisation durch Saufgelage und Säbelfechten als Beispiel für seine Vorstellung von Elitenbildung präsentiert, dürfte insbesondere zu Protesten von studentischer Seite führen.

 

Antifaschistische Initiative Heidelberg (AIHD), Heidelberg, 03.06.2010